Herausforderung:
Absenkpfad Nährstoffverluste
2022 beschloss der Bundesrat den «Absenkpfad Nährstoffe» (Pa. Iv. 19.475), um die Stickstoff- und Phosphorverluste bis 2030 um 15% bei Stickstoff und um 20 % bei Phosphor (im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2014-2016) zu reduzieren. Laut Landwirtschaftsgesetz (LwG) Art. 6a Abs. 2 geht es unter anderem eine bessere und verlustärmere Nutzung von Nährstoffen aus einheimischen Hofdüngern (von Anfall, Lagerung bis hin zur Ausbringung) und Biomasse mit dem Ziel, den Einsatz von Mineraldüngern zu verringern.
Bisherige Bestrebungen
Der Bund hat erste Massnahmen im ÖLN umgesetzt wie z.B. die Streichung der 10 %-Toleranz bei der SuisseBilanz oder den Beitrag für den effizienten Stickstoffeinsatz. Darüber hinaus sollen die Branchen- und Produzentenorganisationen freiwillig Zielvereinbarungen mit dem BLW abschliessen, was inzwischen drei Organisationen gemacht haben. Aktuell arbeitet das BLW zudem an einer Weiterentwicklung der SuisseBilanz.
Stand Zielerreichung: BLW
Konkrete Forderungen
Effiziente Nutzung von Nährstoffen
Unterstützung bei der Einführung moderner Düngermanagementsysteme und der Verwendung hofeigener organischer Düngemittel zur Schliessung von Nährstoffkreisläufen.
Umsetzbarkeit mittelfristig
Wirkung mittel
Anpassung der GRUD an die Realität
Die Grundlagen der Düngung (GRUD) brauchen eine praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Weiterentwicklung, um den tatsächlichen Bedürfnissen der landwirtschaftlichen Betriebe gerecht zu werden. Essenziell ist eine flexiblere Handhabung, die regionale Gegebenheiten, neue Erkenntnisse, moderne Anbaumethoden (z.B. Extenso-Produktion im Getreide) und neue Kulturen berücksichtigt.
Umsetzbarkeit mittelfristig
Wirkung hoch
