Pflanzenbasierte Ernährung ist im Trend – in der Politik, in der Wissenschaft und zunehmend auch in der Gesellschaft. Bundesrat und Verwaltung fordern im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategien mehr pflanzliche Lebensmittel auf dem Teller, etwa durch die Ernährungsstrategie oder die Klimaziele der Landwirtschaft. Dafür braucht es eine starke, resiliente und wettbewerbsfähige pflanzliche Produktion in der Schweiz.
Doch trotz der hohen Erwartungen an den Pflanzenbau schrumpfen die Anbauflächen seit Jahren – nicht weil der Wille fehlt, sondern wegen erschwerender Rahmenbedingungen: fehlende oder unzureichende Schutzmöglichkeiten gegen Krankheiten und Schädlinge, zunehmende klimatische Extreme, wirtschaftlicher Druck und politische Auflagen, die den Anbau erschweren. Auch politische Vorgaben - z. B. der Absenkpfad Pflanzenschutz oder der erweiterte Gewässerschutz – setzen den Landwirtschaftsbetrieben zu.
Aus Sicht des Schweizer Bauernverbands ist klar: Wenn der Pflanzenbau in der Schweiz eine Zukunft haben soll, braucht es jetzt echte Anreize, tragfähige Rahmenbedingungen und die konsequente Förderung von Innovation. Es braucht praxisnahe Forschung, moderne Technologien, wirtschaftlich attraktive Kulturen, eine zukunftsgerichtete Pflanzenzüchtung und faire Marktbedingungen inklusive wirksamem Grenzschutz.
Dieses Fokus digital zeigt, was es braucht, damit der Pflanzenbau in der Schweiz wieder Boden gewinnt – und warum es höchste Zeit ist, von der Forderung zur konkreten Förderung überzugehen.
