Frage 7: Warum importieren wir Futtermittel und woher kommen sie?

Rund 84 Prozent des Tierfutters stammen aus der Schweiz selbst. Vor allem das Raufutter, also Gras, Heu und Silage, stammt praktisch vollständig aus dem Inland. Anders sieht es beim Kraftfutter aus: Hier liegt der Anteil der inländischen Produktion bei krapp 40%. Das liegt daran, dass wir nur beschränkt Ackerflächen zur Verfügung haben.

Importiertes Soja stammt zu 92.5 Prozent aus Europa

Um eine ausgewogene und bedarfsgerechte Fütterung zu gewährleisten, ist die Schweizer Landwirtschaft deshalb auf Futtermittelimporte angewiesen. Vor allem eiweissreiche Komponenten wie Soja, Rapsschrot oder Kleber stehen im Inland zu wenig zur Verfügung. Der grösste Teil der importierten Futtermittel stammt aus der EU.  Auch beim Soja stammen unterdessen 92.5 % der Futter-Sojaimporte aus Europa, vor allem Italien. 97.8 % der importierten Sojamengen sind nachhaltig zertifiziert, also Entwaldungsfrei (Quelle: Sojanetzwerk Schweiz).

40% des importierten Futters kommt in der Rindviehhaltung zum Einsatz. Die Rationen des Rindviehs enthalten im Vergleich zu Schweinen oder Geflügel einen geringen Anteil an Kraftfutter. Der grosse Bestand macht sie zum Hauptverbraucher. Schweizer Kühe fressen rund 87% Raufutter und 13% Kraftfutter (Factsheet Swissmilk). Rund 90% ihres Futters kommt aus der Schweiz.

Schweine und Geflügel folgten mit einem Anteil von rund 36 % beziehungsweise 20 % am Kraftfutterverbrauch. Der verbleibende Anteil entfiel auf andere Tiergattungen wie Schafe, Ziegen, Einhufer und Kaninchen, die im Vergleich nur eine geringe Menge erhalten.

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Mehr Infos: Fokus «Das Fressen Kuh, Schwein & Co.»

Legehennen und Poulet fressen 20 Prozent des importierten Futters.

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