Frage 1: Welche Rolle hat die Tierhaltung im Schweizer Ernährungssystem?

Die Tierhaltung ist ein zentrales Standbein der Schweizer Landwirtschaft

Über die Hälfte des landwirtschaftlichen Produktionswertes stammt aus tierischen Erzeugnissen wie Milch, Käse, Joghurt, Fleisch oder Eier (Agristat). Damit trägt die Tierhaltung wesentlich zum Einkommen der Bauernfamilien und zu unserer Selbstversorgung bei.

Wiederkäuer wie Kühe, Schafe und Ziegen nutzten Flächen, die für den Ackerbau und damit direkte menschliche Ernährung nicht geeignet sind. Ohne Tierhaltung würden die vielen Berg- und Hügelregionen kaum zur Lebensmittelproduktion beitragen.

Auch in der Ernährung übernimmt die Tierhaltung eine wichtige Aufgabe

Tierische Produkte liefern hochwertige Proteine, Vitamine und Mineralstoffe und bilden die Basis für zahlreiche weiterverarbeitete Produkte, wie Käse und Joghurt aus der Milch oder Wurstwaren aus der Fleischproduktion. Damit leistet die Tierhaltung einen wesentlichen Beitrag zur Ernährungssicherheit, zur Wertschöpfung im ländlichen Raum und zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Kulturlandschaft in der Schweiz.

Hofdünger halten die Böden fruchtbar

Die Tierhaltung liefert zudem wertvolle Hofdünger wie Gülle und Mist zur Versorgung der pflanzlichen Kulturen. Diese halten den Boden gesund und fruchtbar, indem sie organische Stoffe für die Bodenmikroorganismen und Nährstoffe für die Kulturpflanzen bereitstellen.

Fazit: Ohne Tierhaltung wäre die Nutzung des Schweizer Graslands, die Versorgungssicherheit und die Bodenfruchtbarkeit stark eingeschränkt.

Dank Nutztieren können wir Flächen bis hoch in die Berge für die Lebensmittelproduktion nutzen und damit die Ernährungssicherheit stärken.

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