Frage 3: Kühe im Berggebiet, Ackerbau im Flachland – wäre das eine gute Arbeitsteilung?
Eine gute und naheliegende Frage! Im Berggebiet ist Tierhaltung die einzige Möglichkeit zur Lebensmittelproduktion. Im Flachland sind die ackerfähigen Böden für den Anbau von Gemüse, Getreide, Kartoffeln und vieles mehr geeignet.
Die Kombination aus Tierhaltung und Ackerbau ist aber entscheidend weil:
Kunstwiesen in der Fruchtfolge wertvoll sind
Auf Ackerflächen wird jährlich eine andere Kultur angebaut. Das nennt man Fruchtfolge. Eine vielfältige Fruchtfolge beugt den Befall durch Schädlinge und Krankheiten vor. Zudem schont sie den Boden. Angesäte Kunstwiesen geben dem Boden ein Jahr Erholungszeit und sind damit eine Art Wellnesskur für ihn.
Gras gibt’s überall
Mit Kunstwiesen fällt Gras an, das sich wiederum als Futter für Kühe, Schafe oder Ziegen anbietet. Zudem muss jeder Betrieb mindestens 7 Prozent seiner Fläche zur Förderung der Biodiversität einsetzen. Effektiv sind es im Schnitt fast 20 Prozent. Das sind oft artenreiche Wiesen oder Weiden. Also wiederum Gras als Futtergrundlage.
Pflanzliche Kulturen brauchen Dünger
Ackerflächen brauchen regelmässig Düngergaben. Mist und Gülle von Tieren sind besonders gute Nährstofflieferanten. Sie fördern zusätzlich die Humusbildung und damit die Bodengesundheit. Humusreiche Böden können auch Wasser besser speichern und sind weniger anfällig auf Trockenheit.
Fazit: Die Kombination von Tieren und Ackerland schliesst die Nährstoffkreisläufe perfekt. Wer Ackerbau ohne Tiere betreibt, ist auf synthetische Dünger angewiesen oder bezieht Hofdünger von einem anderen Tierhaltungsbetrieb.
Jede Hobbygärtnerin weiss, dass Mist für lebendige, gesunde Böden und damit gute Ernten sorgt.

